Trotz Temperaturen von nahezu 30° C trafen sich Mitglieder des Kneipp Vereins Heilbronn, angeführt von Hans-Jürgen Staas, zu einer etwa 7 km langen Wanderung vom Freibad Neckarhalde, den Neckar und der Schozach entlang, nach Talheim. Nach einer gemütlichen Mittagseinkehr im schattigen Biergarten der „Mühlau“ machten sich die Teilnehmer auf, um das Schotterwerk Bopp – bmk zu besichtigen, freundlich empfangen von der Prokuristin des Werkes, Frau Heike Flickinger, ehe ein werksinterner Bergwerksingenieur und ein Geologe die weitere Führung übernahmen. Im Steinbruch wird überwiegend Muschelkalk abgebaut, entstanden vor etwa 230 Millionen Jahren durch Ablagerungen aus dem Muschelkalkmeer, welches das subtropische Land bedeckte. Der Abbau erfolgt durch Sprengungen, Abtransport des gesprengten Gesteins mit riesigen Schaufelradladern, Weitertransport zu den verschiedenen Brecheranlagen mit großen LKW, wo das Gestein in verschiedene Körnungen und Mischungen aufbereitet wird, mit Verwendung im Straßenbau, bei der Herstellung von Beton und Asphalt. Noch etwa 15 – 20 Jahre kann hier abgebaut werden. Während der Führung wurde die Gruppe der großen Hitze wegen mit Getränken versorgt und am Ende durch Frau Flickinger mit Laugenbrezeln, Getränken und einem Werbegeschenk verabschiedet.ES

Großes Interesse zeigten die Kneipp-Mitglieder an einer Fahrt nach Rheinstetten zum Edeka-Fleischwerk. Gleich drei Busse füllten sich an unterschiedlichen Terminen. Und wirklich, ein so modernes, durchorganisiertes Werk hatten die wenigsten bisher gesehen. Mit unglaublichem Hintergrundwissen führte Sigrun Schäfer die Gruppe Treppauf-und Treppab an die wichtigsten Stationen. Sie ergaben über Schaufenster, Monitore und viele Infos über die Fleischverarbeitung ein Gesamtbild. Von der Anlieferung des Fleisches bis zum Endprodukt und der riesigen Logistik die dahinter steckt wurde alles erklärt und transparent gemacht. Die Hygienevorschriften verblüffte und nach dem anlegen der Schutzanzüge glaubte man sich vor einer Ebola-Epidemie schützen zu müssen. Auch an vielen Stationen mussten Hände und Schuhe desinfiziert werden.Weiter ging es ins benachbarte Elsass ins Töpferstädtchen Soufflenheim. Bei einer Führung wurde die Herstellung der bekannten bunten Gebrauchskeramik bestaunt. Auch dass die Bemalung noch echte Handarbeit ist überraschte alle. Aber was wäre das Elsass ohne Flammkuchen? Ganz klar wurde zum Abschluss des Tages und vor der Rückfahrt diese Spezialität genossen und sehr gelobt. ge

Eine kleine Gruppe des Kneipp Vereins wagte sich mit der Bahn, dann S-Bahn und zuletzt mit dem Shuttle-Bus nach Sindelfingen ins dortige Mercedes-Werk. Vor der Führung durch die Werkhallen wurde ein interessanter Film über die Produktion und Philosophie der Firma gezeigt, dann ging es per Bus zu den verschiedenen Arbeits - und Montagehallen. Mit elektronischem Guide und Knopf am Ohr ausgestattet konnten trotz Arbeitslärm die Ausführungen und Erklärungen des Führers sehr gut verstanden werden. Das besondere Interesse und großes Staunen galt den zahlreichen Robotern die mm-genau die Teile an die richtigen Stellen brachten und einbauten und das unter unzähligen Messungen und Kontrollen. In Sindelfingen steht das größte Produktionswerk von Daimler, dort wird die Ober-und Luxusklasse produziert. Hier werden auch Sondermodelle hergestellt, das bekannteste dürfte wohl das Papamobil sein. Die Forschung und Entwicklung ist hier auch angesiedelt, leider konnte die Gruppe diese Abteilungen nicht besichtigen. Mit all den vielen Informationen und begeistert von dem Gesehenen und Gehörten trat die Gruppe die Rückreise an, was durch den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs etwas stressig wurde. ge

Hundert Prozent "made in germany"? Dieser Aussage wollten über 100 Kneippianer nachgehen und fuhren nach Burladingen zur Gläsernen Produktion bei Trigema. Die Führung war überwältigend. Vorher hätte sich keiner der Gruppe vorstellen können, wie viele unterschiedliche Arbeitsgänge notwendig sind um ein T-Shirt herzustellen. Riesige Großrundstrickmaschinen verarbeiten jeden Tag über zehn Tonnen Stoff. Gewaschen, gebleicht und gefärbt, gestickt und bedruckt, alles wird im eigenen Hause durchgeführt, schadstofffrei und umweltfreundlich. Wie von Geisterhand werden die verschiedenen Teile per Computer zugeschnitten und den fleißigen Händen der Näherinnen übergeben. Auch der Chef des Unternehmens, Wolfgang Grupp, ließ es sich nicht nehmen die Teilnehmer zu begrüßen und seine Philosophie seiner Unternehmensführung zu erklären. Sehr beeindruckt von dem Gesehenen und Gehörten reiste die Gruppe zum singende Wirt Egon Hoelz nach Wilsingen um mit Musik und Witz den Tag zu beenden. ge

Auf sehr viel Interesse stieß die Besichtigung der Firma Betten-Braun in Flein. Die vorwiegend weiblichen Mitglieder des Kneippvereins bestaunten die flinken Finger der Näherinnen. Auch in der Stickerei arbeitete eine riesige Maschine und wie von Geisterhand wurden zeitgleich zwölf Namensätze in Handtücher eingestickt. Bettfedern in allen Preis -und Qualitätsgruppen gingen von Hand zu Hand und wurden befühlt und begutachtet. Bei Kaffee und Kuchen erfuhren die Teilnehmer was bei einem Matratzenkauf zu beachten ist, dazu gab es viele Fragen und wurden von Johann Schall geduldig und kompetent beantwortet. ge